Schweden

Winter im Anmarsch

Es ist wieder so weit; die Dunkle Jahreszeit ist angebrochen. Früh dunkel, spät hell und dazwischen grau und kalt und nass. Ihr seht, ich freue mich. Nur der Kamin kann mich da aufmuntern, denn den haben wir ja nun eingebaut. Tolles Gerät, macht schön warm und gemütlich obendrein. Nur, draussen ist halt immer noch nicht schön. Bis dann der erste Schnee fällt und es wieder romantisch schön ist, dauert halt leider noch ein wenig. Wobei, dieses Jahr hab ich auch ein wenig Angst vorm Schnee. Der wollte im letzten Jahr so gar nicht wieder weichen... Dumm ist nun auch, dass mit dem Winter auch wieder die Erkältungszeit angefangen hat. Björn hats erwischt, der Arme hustet und bekommt schlecht Luft. Das klingt ganz arg nach den Bronchien und wir hoffen mal, dass er schnell wieder fitt ist. Deshalb verpasst er nun auch seine Einführung im Kindergarten, bzw. die muss verschoben werden. Dabei fand er den ersten Tag dort richtig toll.
Letztes Wochenende hatten wir auch wieder unser alljährliches Halloween-Fest, schon Björns 2. Doch diesmal bekam er etwas mehr davon mit. Er hatte sogar für eine viertel Stunde lang ein Kostüm an, eine Hummel. Aber das war viel zu warm und so krabbelte er ohne Kostüm zwischen den ganzen Vampiren und Hexen umher. Alle anderen Kinder hatten ebenso viel Spass und wir Grossen auch. Die meisten Familien die kommen, kennen wir ja schon, aber diesmal war es echt voll. Und der Sprachenmix ist bei diesem Fest immer besonders lustig. Irgendwann im Laufe des Abends weiss man einfach nicht mehr welche Sprache man eigentlich sprechen soll. Aber es macht auch so viel Spass und wir treffen da immer sehr nette Leute. Die Meisten treffen wir auch nur da und das macht es besonders nett, da man sich eben nach einigen Jahren doch kennt und doch nie trifft.
Ansonsten haben wir gerade noch Herbstferien. Da ja Halloween ist, sind auch viele Aktivitäten der Herbstferien entsprechend angelegt. So gehen wir diese Woche noch nach Sala zur Grube um an einer Gespensterwanderung teilzunehmen. Überhaupt versuchen wir ein nettes Programm mit den Kindern zu machen. Heute habe ich mit den Kindern Schmuck gebastelt und ein Mosaik gestaltet. Ausserdem bekamen wir eine Zuabervorstellung dargeboten. Zum Glück hat alles geklappt und Lilli wurde nicht nur weg sondern auch wieder zurück gezaubert. :)
Wir machen also das Beste aus dem Gruselwetter.

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Wie schnell ein Jahr vergeht

Naja, ich weiss, noch ist er nicht ein Jahr alt, aber bald. Und dieses erste Lebensjahr ist so schnell vergangen, dass man kaum hinterher kam. Björn krabbelt nun was das Zeugs hält. Er ist ziemlich schnell und kommt auf lauter verrückte Ideen. Alles wird angeschaut und mindestens angefasst, wenn nicht gleich in den Mund gesteckt. Das wird nun langsam anstrengender für uns, denn wir müssen immer hinterher sein. Gleichzeitig entwickelt er sich aber so süss und kann schon so viel, dass es richtig viel Spass macht mit dem Kleinen. Die Grossen lieben ihn immer noch sehr und spielen auch sehr schön, wenn auch meist etwas wild mit ihm. Naja, er hat sich langsam dran gewöhnt.
Dass das Jahr so schnell vergangen ist, ist mir erst heute morgen wieder bewusst geworden. Heute ist mein Mamatag und noch vor ein paar Monaten hätte ich mich mit anderen Müttern getroffen. Aber alle, mit denen ich mich regelmässig zum Frühstück getroffen habe, haben schon wieder angefangen zu arbeiten. Manche mehr, andere weniger. Aber ich arbeite ja auch schon lange wieder. Viel von daheim, aber trotzdem. Das ändert sich aber auch gerade. Nun wird Jochen wohl weniger arbeiten und wir teilen die Elternzeit ein wenig auf. Zur Zeit arbeiten wir beide nur 2 Tage in der Woche, der Rest ist Elternzeit. Ich werde aber so nach und nach dann 3 Tage arbeiten und Jochen muss dann ja irgendwann auch wieder mehr. Heute haben wir auch den Bescheid für einen Kindergartenplatz bekommen. Das ist Klasse. Zwar wollten wir noch nicht, dass Björn so fruh in den Kindergarten geht, aber so hat er wenigstens einen Platz im Kindergarten unserer Wahl. Und er muss ja nicht gleich, wenn er ein Jahr alt ist, den ganzen Tag lang gehen. Da wir noch genügend Elterntage haben, können wir ihn ganz langsam daran gewöhnen und er kann mit wenigen Stunden anfangen. Das ist super für alle. Toll ist auch, dass der Kindergarten in der Nähe von der Schule ist. So sind 2 der Kinder schon mal nah beisammen, was ja das Fahren erleichtert.
Ansonsten tut sich auch recht viel bei uns. Wir bauen weiter um und aus, ein Kaminofen kommt nun endlich ins Haus und die Veranda steht immer noch auf dem Plan für den Herbst. Im Garten waren wir auch recht fleissig, wobei man nicht viel sieht. Das Unkraut wächst schneller als man schauen kann. Wir haben aber Kirschen gepflückt und Marmelade gemacht. Muss ein Kirschenjahr gewesen sein, denn wir haben mehr als genug, immer noch. Der Sommer ist nun bald vorbei. Noch ist es schön, aber jetzt, wo alle wieder arbeiten, merkt man schon, dass langsam auch das Wetter umschwingt. So richtig heiss wird es nicht mehr. Aber noch kann man die Sonne geniessen und das müssen wir auch, vor dem langen Winter. Wir haben den Sommer aber schön genutzt und waren hier in der Gegend viel unterwegs. Ein Tierpark mit Übernachtung, ein Experimentenmuseum, das Meer, die Grube, Baden... bis auf die Fahrradtour haben wir alles gemacht. Und in Stockholm waren wir nicht. Aber das Jahr ist ja auch noch nicht zu Ende und auch der Sommer noch nicht ganz. So schaffen wir das vielleicht auch noch. Sonst eben erst im Herbst. Lilli fährt ja schon seit längerem ohne Stützräder auf dem Fahrrad und nun sind die Strassen nicht mehr sicher. Die Beiden geben Gas und geniessen es so richtig. Mein Grubensommer ist auch fast vorbei, am Samstag arbeite ich noch einmal. Wir hatten Saisonabschluss mit einem grossen Fest. 2 Tage für die Besucher, mit dem Jahr 1700 als Tehma und dann am letzten Samstag Abend mit einem venezianischen Abend für alle Angestellte. Das war ein sehr schönes Fest. Vor allem, dass wir alle in feinen Kleidern und Masken durch die dunkle, kalte Grube sind. Da ist es noch einmal etwas Besonderes. Nun ist die Hauptsaison zu Ende und ich werde etwas weniger da sein. Aber das nächste Jahr kommt sicher wieder mit vielen Gästen. Und auch für uns wird es viele spannende Sachen bringen. Jetzt freue ich mich aber erst mal auf den Spätsommer, den Herbst und alles was das so mit sich bringt. Mit dem neuen Kamin, den wir dann bis dahin haben, kann von mir aus sogar der Winter und der Schnee kommen. :)

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Meine erste Führung

Am Dienstag war es endlich soweit und ich hatte meine erste Führung in der Mine. Das war aufregend. Hat aber echt wirklich viel Spass gemacht. Ich hatte mir zu Beginn eine leichte Führung rausgesucht, damit ich einen einfacheren Start habe. Dazu habe ich eine Gruppe organisiert, die ich schon kenne und die ich mag. Meine Deutschschüler von der Volkshochschule. Das ist so eine lustige Gruppe und wir lachen immer viel miteinander. Da konnte ich von ausgehen, dass sie mir eher gut gesonnen sind und nicht viel schief gehen kann. Das war dann auch so. Im Vorfeld hatte ich schon ein wenig Angst, dass wir uns da unten im Halbdunkeln verlaufen oder so. Das wäre nicht weiter schlimm, ich bleibe ja auf den sicheren Wegen aber es wäre halt dumm für die Führung, wenn plötzlich alles falsch ist oder man drei mal so lange unterwegs wäre. Aber wir haben alles direkt gefunden :) Ich hatte sogar an alles gedacht was ich erzählen sollte und wollte und wir haben am Ende noch in einem der beiden warmen Räumen einen Kaffee getrunken und etwas gegessen. Das war wirklich schön. Hinterher haben sie sich noch das Museum angeschaut und waren sehr zufrieden. Für mich war das ein super Start in die neue Arbeit. Am Sonntag geht es dann richtig los, da kommen die ersten Österreicher. Bin sehr gespannt auf diese Führungen. Jetzt fühle ich mich aber total sicher und freue mich nur noch darauf.
In den Berg einzufahren, ist jedesmal wieder etwas Besonderes. Es ist ein tolles Gefühl unten am Wasser zu stehen und zu sehen, wie der Schein der Taschenlampe oder der Fackeln, die Wellen des Wassers an die Wände wirft. So etwas Schönes und, ich kann es gar nicht beschreiben. Für mich immer wieder ein besonderer Moment. Auch die Formationen der Gänge und des Berges... Ich mag es da unten :)
Ich freue mich also auch schon auf den SOmmer. Es wird sicher Wochenenden geben, da ich lieber bei der Familie bin, als Sonntags zu arbeiten, aber es ist ja auch nur für ein paar Wochen.

1. Schultag in der neuen Schule

Heute hatte Florian nun seinen ersten richtigen Schultag in der neuen Schule. Und es lief richtig gut. Wir waren extra etwas früher da und ich blieb dann bis es richtig los ging. Er hat das toll gemacht und war richtig neugierig. Natürlich war er auch ein wenig unsicher, denn es ist ja schon komisch wenn alles neu ist. So wie es aussieht, hatte er aber dann einen schönen Tag. Jedenfalls war er guter Dinge, als Jochen ihn heute wieder abgeholt hat. Es sieht bisher wirklich gut aus und wir hoffen, dass es so bleibt. Denn dann hätte sich der Wechsel gelohnt. Aber allein durch die hohe Anzahl an Erwachsenen, können die schon viel mehr machen. In seiner Klasse sind es nun 25 Kinder und sie haben dafür 3 Lehrer und einen Pädagogen vom Hort. Eine der LEhrerinnen ist nicht immer da aber trotzdem heisst das, dass es immer 3 Erwachsene sind. Das heisst, dass sie wirklich toll mit den Kindern arbeiten können. Im Hort sind nachmittags drei Männer und da sind nicht sooo viel mehr Kinder. Auch da können sie viel mehr machen. Wenn das Wetter es zulässt, werden sie wohl auch mal spontan zum Schlittschuhlaufen gehen. Lustigerweise sieht Florian seinen alten Lehrer nun doch noch jeden Tag. Sein Sohn geht in die gleiche Klasse, in die er nun auch geht.

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