Naja, ich weiss, noch ist er nicht ein Jahr alt, aber bald. Und dieses erste Lebensjahr ist so schnell vergangen, dass man kaum hinterher kam. Björn krabbelt nun was das Zeugs hält. Er ist ziemlich schnell und kommt auf lauter verrückte Ideen. Alles wird angeschaut und mindestens angefasst, wenn nicht gleich in den Mund gesteckt. Das wird nun langsam anstrengender für uns, denn wir müssen immer hinterher sein. Gleichzeitig entwickelt er sich aber so süss und kann schon so viel, dass es richtig viel Spass macht mit dem Kleinen. Die Grossen lieben ihn immer noch sehr und spielen auch sehr schön, wenn auch meist etwas wild mit ihm. Naja, er hat sich langsam dran gewöhnt.
Dass das Jahr so schnell vergangen ist, ist mir erst heute morgen wieder bewusst geworden. Heute ist mein Mamatag und noch vor ein paar Monaten hätte ich mich mit anderen Müttern getroffen. Aber alle, mit denen ich mich regelmässig zum Frühstück getroffen habe, haben schon wieder angefangen zu arbeiten. Manche mehr, andere weniger. Aber ich arbeite ja auch schon lange wieder. Viel von daheim, aber trotzdem. Das ändert sich aber auch gerade. Nun wird Jochen wohl weniger arbeiten und wir teilen die Elternzeit ein wenig auf. Zur Zeit arbeiten wir beide nur 2 Tage in der Woche, der Rest ist Elternzeit. Ich werde aber so nach und nach dann 3 Tage arbeiten und Jochen muss dann ja irgendwann auch wieder mehr. Heute haben wir auch den Bescheid für einen Kindergartenplatz bekommen. Das ist Klasse. Zwar wollten wir noch nicht, dass Björn so fruh in den Kindergarten geht, aber so hat er wenigstens einen Platz im Kindergarten unserer Wahl. Und er muss ja nicht gleich, wenn er ein Jahr alt ist, den ganzen Tag lang gehen. Da wir noch genügend Elterntage haben, können wir ihn ganz langsam daran gewöhnen und er kann mit wenigen Stunden anfangen. Das ist super für alle. Toll ist auch, dass der Kindergarten in der Nähe von der Schule ist. So sind 2 der Kinder schon mal nah beisammen, was ja das Fahren erleichtert.
Ansonsten tut sich auch recht viel bei uns. Wir bauen weiter um und aus, ein Kaminofen kommt nun endlich ins Haus und die Veranda steht immer noch auf dem Plan für den Herbst. Im Garten waren wir auch recht fleissig, wobei man nicht viel sieht. Das Unkraut wächst schneller als man schauen kann. Wir haben aber Kirschen gepflückt und Marmelade gemacht. Muss ein Kirschenjahr gewesen sein, denn wir haben mehr als genug, immer noch. Der Sommer ist nun bald vorbei. Noch ist es schön, aber jetzt, wo alle wieder arbeiten, merkt man schon, dass langsam auch das Wetter umschwingt. So richtig heiss wird es nicht mehr. Aber noch kann man die Sonne geniessen und das müssen wir auch, vor dem langen Winter. Wir haben den Sommer aber schön genutzt und waren hier in der Gegend viel unterwegs. Ein Tierpark mit Übernachtung, ein Experimentenmuseum, das Meer, die Grube, Baden... bis auf die Fahrradtour haben wir alles gemacht. Und in Stockholm waren wir nicht. Aber das Jahr ist ja auch noch nicht zu Ende und auch der Sommer noch nicht ganz. So schaffen wir das vielleicht auch noch. Sonst eben erst im Herbst. Lilli fährt ja schon seit längerem ohne Stützräder auf dem Fahrrad und nun sind die Strassen nicht mehr sicher. Die Beiden geben Gas und geniessen es so richtig. Mein Grubensommer ist auch fast vorbei, am Samstag arbeite ich noch einmal. Wir hatten Saisonabschluss mit einem grossen Fest. 2 Tage für die Besucher, mit dem Jahr 1700 als Tehma und dann am letzten Samstag Abend mit einem venezianischen Abend für alle Angestellte. Das war ein sehr schönes Fest. Vor allem, dass wir alle in feinen Kleidern und Masken durch die dunkle, kalte Grube sind. Da ist es noch einmal etwas Besonderes. Nun ist die Hauptsaison zu Ende und ich werde etwas weniger da sein. Aber das nächste Jahr kommt sicher wieder mit vielen Gästen. Und auch für uns wird es viele spannende Sachen bringen. Jetzt freue ich mich aber erst mal auf den Spätsommer, den Herbst und alles was das so mit sich bringt. Mit dem neuen Kamin, den wir dann bis dahin haben, kann von mir aus sogar der Winter und der Schnee kommen. :)